Definition
PsychoMotorik ist eine ganzheitlich-humanistische, entwichklungs- und kindgemäße Art der Bewegungserziehung.
PM fördert Denkprozesse über motorische Aktivitäten des Kindes, Bewegungsangebote, um elementare Vorstellungen von
Größe, Geschwindigkeit, Richtung, Intensität usw. zu erleben.
PM nutzt positive Eigenschaften des Kindes, um auf die entwicklungshemmenden Beeinträchtigungen einzugehen/einzuwirken.
Ziele
Stabilisierung, Entwicklung und Förderung von Fähigkeiten bezüglich der Motorik, der Wahrnehmung, des Denkens und Lernens,
der Sprache und der sinnvollen Gestaltung zwischenmenschlicher Kontakte (Steigerung des Selbstbewusstseins.
Indikationen
- Motorische Schwierigkeiten
- Lern-Denk-Gedächtnis-Sprachauffälligkeiten
- Störungen bei Entwicklung der Ich-Kompetenz, Sachkompetenz,
Sozialkompetenz
- Fehlende Eigen- und Fremdwahrnehmung
- Verhaltensauffälligkeiten
- Antriebs- und Motivationshemmung
- Ängste- und Verdrängungsauswirkungen
- Defizite im Bereich der Konzentration, Gedächtnisleistung
- Fehlendes Planungs-, Gestaltungsvermögen
- Vegetative Störungen
Behandlung
Einzelförderung und Förderung in psychomotorischen Kleingruppen (4-6 Kinder)
- Befunderhebung
- Verbesserung der Grobmotorik, Feinmotorik, Wahrnehmung und anderer Auffälligkeiten
- Elterngespräche
- schriftliche Berichterstattung an den Arzt
Die Psychomotorische Therapie im Sinne der Klinisch orientierten Psychomotorik ist eine mehrdimensionale, ganzheitliche
Entwicklungsförderung der Grobmotorik, der Feinmotorik und der Wahrnehmung bei Bewegungsauffälligkeiten und Bewegungsstörungen
sowie des Verhaltens. Sie ist an den aktuellen klinischen Problemen orientiert, derentwegen das Kind behandlungsbedürftig
wurde. Sie kann in Einzel- oder Gruppenbehandlung durchgeführt werden.
Inhalte der Behandlung:
- Situations- und Übungsangebote zur Gleichgewichtskontrolle, Koordination, Geschicklichkeit und Kraft
- Körpererfahrung in Ruhe und Dynamik
- Entspannung
- Förderung der Feinmotorik:
- Hand-, Finger-Beweglichkeit, Fußgeschicklichkeit
- Förderung der Auge- ,Hand-Koordination und des feinmotorischen Krafteinsatzes
- Behandlung schreibmotorischer Schwierigkeiten
Intensive Schulung aller Wahrnehmungsbereiche
- Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Körperschulung und Raumorientierung
- Beeinflussung der Folgeerscheinungen motorischer, psychischer und neuropsychologischer Störungen, wie Lern- und
Verhaltensstörungen mit dem Ziel, Handlungsfähigkeit und die Integration des Patienten zu erreichen.
Die Therapie erfolgt meist durch verschiedene Spiel- und Interaktionsformen, sowie Reflektionen über das Erlebte.
zurück
Startseite